Aktuelles - IG LimmatMobil

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Anhörung GVK – Richtplan: Stellungnahme LimmatMobil
Feststellungen
- Die Bevölkerung des Ostaargaus und damit der Mobilitätsbedarf wird weiter zunehmen.

- Die existierenden Verkehrsflächen sind, bedingt durch Topografie und existierende Überbauung, eng. Sie lassen sich, wenn überhaupt, nur punktuell erweitern. Neue durchgehende Trassen sind im Kernbereich nur unterirdisch mit Milliardeninvestitionen möglich.

- Bus und Bahn sind effiziente und flächensparende Transportmittel.

- Viele Pendler, Dienstleister und Lieferanten kommen von ausserhalb des betrachteten Raumes. Verkehr hält sich nicht an REPLA-Einteilungen.

- Insbesondere in den Spitzenzeiten (Morgen, Abend) sind die Kapazitäten an einigen Knoten völlig ausgelastet. Ein Tram ohne eigenes Trasse bleibt Mischverkehr stecken und behindert alle anderen Verkehrsteilnehmer.

- Aus historischen Gründen besteht ein sehr interessantes, gutes, nicht voll genutztes Bahnnetz

- Bis zum Jahr 2040 einfach die vorliegenden 200 Massnahmen zu realisieren, wie das als Ziel gesetzt wird, ist weder realistisch noch sinnvoll. Massnahmen welche deutliche Verbesserungen bringen, brauchen Zeit. Eine klare Priorisierung ist nötig.
Was muss das Hauptziel sein und welche Strategie leitet sich davon ab?
 
Möglichst viel Pendler- aber auch Freizeitverkehr u.ä. muss mit Bus und Bahn, im Kurz- und Mittelstreckenbereich auch mit Velo erfolgen. Damit werden Strassenkapazitäten für jene frei, welche aus irgendwelchen Gründen auf Individualverkehr angewiesen sind, und auch die Belastung für die Anwohnenden sinkt.

Massnahmen müssen auf ein qualitativ hochstehendes Bus- und Bahnangebot konzentriert werden!

Veloförderung ist auf guten, gefahrlosen Zugang zu Bahnhöfen, Einkaufsmöglichkeiten und Schulen auszurichten.

Was sind unsere Forderungen
 
  • Priorität ist auf attraktiven Bus- und Bahnverbindungen mit allem was dazu gehört zu legen. Planungskapazitäten und Finanzen sind entsprechend zu konzentrieren. Qualität von Bahnhöfen als Verkehrsdrehscheiben, auch ausserhalb des Planungsgebietes, müssen deutlich steigen – Vorbild Mellingen Heitersberg! Das Bahnnetz ist punktuell zu ergänzen.
  • Um Fehlinvestitionen zu vermeiden, sind an wichtigen Punkten umgehend Langfristplanungen zu erstellen. Erst dann dürfen Planung und Umsetzung von kurz- und mittelfristigen Massnahmen beginnen. Zu diesen wichtigen Punkten gehören der Brückenkopf Ost der Badener Hochbrücke, der Bereich Martinsberg-Felsen und Bruggerstrasse im Zentrum von Baden. Ziel ist es, den Busverkehr zu priorisieren und sichere, bedürfnisgerechte Velo- und Fussgängerverbindungen zu schaffen. Dies darf allerdings nicht einfach zulasten des motorisierten Verkehrs geschehen, da sonst die Probleme nur verlagert statt gelöst werden. Beim Projekt Zentrumsentlasung muss die Situation um das Tunnelportal Neuenhof geklärt werden.
  • Endlich vom toten Ross „Tram“ absteigen, nicht noch Lösungsmöglichkeiten einschränken, Vorinvestitionen erzwingen und Planungskosten generieren
  • Die Massnahmen betreffend das Velowegnetz auf die Bedürfnisse der regionalen Einwohner aller Altersklassen und nicht auf übergeordnete Planungen konzentrieren. Es geht um den Zugang zu Bahnhöfen, Einkaufszentren und Schulen sowie um Verbesserungen an parallel zu den Hauptachsen verlaufenden Nebenwegen.
  • Die Verantwortung für Massnahmen muss klar den Beteiligten zugewiesen und nicht zwischen Kanton und Gemeinden hin- und hergeschoben werden. Die Umsetzungskontrolle ist organisatorisch schlank zu halten und hat sich auf ein regelmässiges Reporting über Umsetzung und Wirkung zu fokussieren.   
 
Forderungen betreffend Richtplanänderungen
 
  • Streichung Zwischenergebnis „Weiterführung Limmattalbahn bis Baden“
  • ÖV-Hauptkorridore sind ausschliesslich für längere Busse bestimmt. Jede Erwähnung von „Schienengebundene Fahrzeuge“ ist durchgehend zu streichen. Dafür gibt es ja das Bahnnetz.
  • Der Burghaldetunnel ist mindestens als Zwischenergebnis in den Richtplan einzutragen.
  • Der Raumbedarf für einen starken Ausbau der Bahnhöfe als Verkehrsdrehscheiben ist auf der Stufe Zwischenergebnis zu sichern
Richtplan: Abstufungen

- «Vororientierung»: Vorhaben sind erst im Ansatz bekannt und es bestehen nur grobe Vorstellungen

- «Zwischenergebnis»: Räumliche Abstimmung hat begonnen, aber es sind noch weitere Abklärungen nötig

- «Festsetzung»: Vorhaben sind räumlich abgestimmt

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